The sky is the limit! Von hinderlichen Glaubenssätzen

The sky is the limit! Von hinderlichen Glaubenssätzen

„Das Leben ist kein Ponyhof“ „Ich bin kompliziert“ „ich bin nicht liebenswürdig“ „Männer sind Schweine“ „Ich bin dumm“ „Mit mir stimmt was nicht“ „Ich bin schuld“ „Ich kann das nicht“

In einer Coachingsitzung diese Woche wurde ich wieder daran erinnert: Glaubenssätze sind einfach ein ganz besonderes Lieblingsthema von mir! Warum? Und was sind eigentlich Glaubenssätze?

Glaubenssätze sind Gedanken und Überzeugungen, die tief in uns verankert sind. Ansichten, die wir im Laufe unseres Lebens, aber vor allem in unserer Kindheit gebildet haben, die uns erklären sollen, warum die Welt so funktioniert, wie sie funktioniert. Die meisten dieser Ideen sind uns nicht bewusst und schlummern unter der Oberfläche – aber wirken stark und beeinflussen unser Denken, Fühlen und Handeln. Glaubenssätze können uns unterstützen – aber auch extrem hinderlich sein, unser Leben so zu leben, wie es zu uns passt. 

Und genau hier wird’s spannend!

Häufig wirken Glaubenssätze so, dass sie das Problem selber mit kreieren – und so kann sich der Glaubenssatz nur schwer auflösen.

Ich möchte euch ein persönliches Beispiel geben: „Ich kann nicht singen“ ist einer meiner Glaubenssätze. Wie und wann genau er entstanden ist, ist mir nicht klar. Aber ich kann mich an zwei Szenen aus meiner Schulzeit erinnern. Einmal an eine Aufnahme im Musikunterricht, bei der ich eine Solo-Stelle aufgedonnert bekam, die ich auf Kassette krächzte. An dieses verkorkste „froh, froh, froh“ aus „Benedicamus Domino“ werde ich mich mein Leben lang erinnern. Und an ein Vorsingen im (in meiner Erinnerung riesigen!) Hörsaal im Musikunterricht. Ich habe, glaube ich, gar keine sehr schlechte Note bekommen – einfach eine schlechtere als ich mir erhofft hatte.

Irgendwie war das der Beweis: Ich kann einfach nicht singen.

Bestimmt zählt auch viel anderes in die Entstehung dieses Glaubenssatzes mit rein: Dass in meiner Familie emsig sein und leisten zählte. Dass man sich anstrengen muss, um gut genug zu sein. Dass es drauf ankommt, was Leute von einem denken.

Danach ging es so weiter: Wann immer ich singen sollte oder wollte, kam kaum ein richtiger Ton raus. Ich probierte unterschiedliche Stimmlagen und keine klang gut. Oft krächzte ich. Beim Singen in der Gruppe sang ich so leise, dass keiner mich hören konnte. Aber eigentlich entzog ich mich dem Singen, so oft es ging. Ich hatte eine richtige Blockade entwickelt.

Erst viel später wurde mir klar, wie schade das ist. Am Lagerfeuer mit Freunden nicht einfach drauflos mitsingen zu können – egal wie schief – das kann es doch nicht sein!

Und es passte eigentlich auch nicht zu meinem Bild von mir und was ich mir wirklich wünsche von tiefem Herzen: Ich selber sein zu können, unabhängig davon, was andere darüber denken. Einfach Authentisch ich zu sein.

So entschloss ich mich zu einem mutigen Schritt:

Ich werde Gesangsunterricht nehmen!

Mutig sein. Mich meiner Angst stellen.

Nicht umsonst ist mein Motto: Auf das Problem zubewegen. Ich habe Vertrauen, dass es etwas Wunderbares für mich zu entdecken gibt, wenn ich mich Problemen stelle.

Turns out: Das Wunderbare, das es zu entdecken gibt, bin ich!

Erst im Gesangsunterricht habe ich verstanden: Mein Denken und vor allem mein Glaubenssatz führt zu dem Ergebnis des krächzenden Gesangs – nicht andersrum! Eine Offenbarung! Auf die Idee bin ich davor tatsächlich nie gekommen. Wenn sich alles anspannt, ich Angst habe, ich genervt bin, ich denke statt spüre – dann KANN kein ordentlicher Ton rauskommen. Singen ist Sport und das ist, als würde man einem Sprinter einen Wadenkrampf verpassen und sich dann wundern, warum er so komisch läuft.

  • Ich habe also verstanden, wie mächtig mein Denken ist. Das ist Selbstermächtigung.
  • Ich habe gelernt, wie gut es mir tut zu spüren, statt zu denken. Das ist Präsenz.
  • Ich habe gelernt, dass ich durch Singen herausfinden kann, wie es mir geht und was ich tun kann, damit es mir besser geht. Das ist Selbstfürsorge.
  • Und ich habe gelernt, wie schön meine Stimme klingen kann. Das ist dann wohl Selbstliebe.

Wann immer also ein Hauch von einem Glaubenssatz auftaucht „Mit mir stimmt was nicht“ „Ich bin schuld“ „Das Leben ist kein Ponyhof“ „Ich bin aber auch kompliziert“ „ich bin nicht liebenswürdig“ „Männer sind Schweine“ „Ich bin dumm“ „Ich kann das nicht“ weiss ich, wie viel es einem geben kann, sich ihn anzuschauen und nicht zu fliehen.

Du willst deine eigenen Glaubenssätze verwandeln?

Für alle, die denken sie können nicht singen, empfehle ich auf Anfrage gerne meine Gesangslehrerin 😊

Für alle anderen empfehle ich einen Besuch in meinem Kurs „The sky is the limit!“ im Oktober.

Ohne Singen, aber mit Hilfe Gewaltfreier Kommunikation werden wir unsere verborgenen Glaubenssätze erst entdecken und dann liebevoll und wirkungsvoll verändern.

Ich freu mich dich da zu sehen und gemeinsam alte Muster hinter uns zu lassen!

PS: Der Klientin aus der oben genannten Coachingsession wurden auch in einer Stunde mehrere Punkte klar – was ihr hinderlichster Glaubenssatz ist, wo er herkommt und was daran nicht stimmt. Wir haben gemeinsam ein Vorgehen entwickelt, das zu genau ihr passt, wie sie mit dem Satz neu umgehen kann. Es hat sich bei ihr richtig sichtlich Erleichterung eingestellt und sie ist trotz des eigentlich schweren Themas am Ende am Ende mit einem Gefühl der Klarheit und Freiheit aus der Sitzung gegangen. Wenn du das auch erleben möchtest, dann buch einfach ein Online-Einzelcoaching bei mir. Ein Einzelcoaching eignet sich vor allem auch dann, wenn du weiter weg wohnst von München oder nicht bis Oktober warten und schnell bei deinem Thema weiterkommen möchtest.

Foto von Delia Giandeini auf Unsplash

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